Posts Tagged ‘westjordanland’

Die Zionisten schreiben jetzt auch bei der SZ mit

15.05.2008, 14:03 Uhr — daniel

Kind gegen Panzer ...

Die Wiederherstellung der jüdischen Souveränität im Land Israel war keine Ungerechtigkeit, sie war die Korrektur eines historischen Fehlers. Die Palästinenser haben nur deshalb noch keinen eigenen Staat, weil sie seit 70 Jahren jedes Angebot zurückweisen.

So beginnt ein Artikel, der pünktlich zur al-Nakba in der (Onlineausgabe) der SZ erschienen ist.

Der Autor, ein gewisser Herr Mor (der zufällig stellvertretender israelischer Botschafter in Berlin ist), behauptet das Besitzansprüche nicht verjähren - auch nach 2000 Jahren nicht, da ja die damaligen “Besitzer” von den Römern vertrieben wurden. Ich möchte jetzt nur mal ganz kurz Kanaan erwähnen, dessen Bevölkerung hat dann wohl die älteren Besitzansprüche.
Aber okay, laut Mor verjähren Besitzansprüche ja nicht. Die Palästinenser beanspruchen das Land auch für sich, warum erkennt man diesen Anspruch bereits nach ein paar Jahrzehnten ab?

Mor hält es wohl auch nicht für wichtig zu erwähnen, dass der Staat - der Arafat im Camp David angeboten wurde - aus über 140 abgeschotteten Parzellen bestehen sollte.

Aber man kann es sich natürlich einfach machen: Das Volk, das seit 60 Jahren unterdrückt wird, ist selbst dran Schuld.
Wenn dem so wäre, warum darf ein zum Judentum konvertierter Mensch dann, im besetzten Westjordanland, Besitz erwerben und Straßen benutzen, deren Betreten oder gar Nutzung für Palästinenser bei sofortiger Erschießung verboten ist?

Aber hey:

Eine “ethnische Säuberung” hat es nie gegeben [...]

Was sagt Mor zum Gaza-Streifen?

Ein sprechendes Beispiel ist die aktuelle Situation im Gaza-Streifen: Der israelische Abzug vor knapp drei Jahren hat die palästinensische Führung nicht dazu motiviert, funktionierende politisch-administrative und wirtschaftliche Strukturen in diesem Gebiet aufzubauen [...]

Israel rottet die dortige Bevölkerung gerade aus. Das Israel dem Gaza-Streifen bspw. den Benzin abgedreht hat, kann man aber ignorieren, oder?

Man sollte in der SZ-Redaktion wohl mal öfters bei uruknet.info vorbeischauen.

Mir fehlen wirklich noch immer die Worte …

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Palästinensische Flüchtlingslager? - Nicht mit Google Earth

10.05.2008, 13:41 Uhr — daniel

Google Earth’s new mapping programme takes you on a virtual reality tour with the UN refugee agency of some of the world’s major displacement crises and the humanitarian efforts aimed at helping the victims.

The first use of this geospatial tool focuses on refugees and displaced people located in remote areas of Chad, Iraq, Colombia and Sudan’s volatile Darfur region. Sit in front of your computer and, with a few clicks, see, hear and develop an emotional understanding of what it is like to be a refugee.

Highlighted are not only the physical area of the camp and surrounding country, but key parts of daily life such as education and health in photo, text and video format. Within seconds, Google Earth brings the daily life of a refugee camp into your home thousands of kilometres away.

To start your journey, click here.

Heißt es in einer Pressemitteilung der UNHCR. Lädt man sich das, oben verlinkte, Layer herunter, so stellt man schnell fest, dass palästinensische Flüchtlingslager nicht existieren. Zumindest laut Google Earth.

Bei Google Earth findet sich kein einziges palästinensisches Flüchtlingslager

Im Gaza-Streifen gibt es 8 Flüchtlingslager, und im Westjordanland 19. Keines, und wirklich keines, dieser Lager wird im Layer der UNHCR erwähnt. Die UNRWA stellt auf ihrer Webseite nicht nur die Einwohnerzahlen und die Namen der Flüchtlingslager bereit, sondern auch deren Lage.

8 Flüchtlingslager im Gaza-Streifen 19 Flüchtlingslager im Westjordanland

Die Frage ist nun, warum die UNHCR diese Lager ignoriert … Mir kommt es fasst so vor, als wolle man suggerieren, dass es dort keine Flüchtlingslager gibt.

[via Palestine Think Tank]

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